Fachlehrpläne

Die Lehrpläne für die einzelnen Unterrichtsgegenstände (=Fachlehrpläne) folgen einer einheitlichen Struktur und sind inhaltlich aufeinander abgestimmt. Damit erleichtern sie den Übergang zwischen Primarstufe und Sekundarstufe I. Sie beinhalten

  • die jeweilige Bildungs- und Lehraufgabe,
  • die didaktischen Grundsätze,
  • zentrale fachliche Konzepte,
  • fachspezifische Kompetenzmodelle und die dazugehörenden Kompetenzbereiche, sowie
  • Kompetenzbeschreibungen und Anwendungsbereiche, Lehrstoff.

 

Struktur Fachlehrpläne

Bildungs- und Lehraufgabe

Die Bildungs- und Lehraufgabe beschreibt die Charakteristika eines Faches, seine Rolle und seine Bedeutung.

Didaktische Grundsätze

Die didaktischen Grundsätze legen die fachdidaktischen Ziele für den Unterricht fest.

Zentrale fachliche Konzepte

Zentrale fachliche Konzepte sind neue Elemente der Fachlehrpläne. In bestimmten fachdidaktischen Diskursen werden diese als Basiskonzepte/Leitideen bezeichnet. Es handelt sich dabei um systematisierte, gebündelte Prinzipien, Modelle und Konzepte eines Faches, die prägend und strukturgebend für ein Fach sind. Sie sollen Schüler/innen das strukturierte, individuelle Lernen erleichtern, weil sie das fachliche Wissen auf immer wiederkehrende zentrale Momente reduzieren, die für dieses Fach strukturbildend sind. Sie ordnen das Erlernte für Schüler/innen in einen größeren theoretischen Kontext ein und sorgen damit für Orientierung sowie für ein vertieftes Verständnis im Sinne des nachhaltigen Kompetenzerwerbs.

Kompetenzmodell und Kompetenzbereiche

Fachspezifische Kompetenzmodelle und die dazugehörigen Kompetenzbereiche stellen den Ausgangspunkt für die Formulierung von konkreten Kompetenzbeschreibungen dar und fassen Vorstellungen über den Erwerb von fachbezogenen oder überfachlichen Kompetenzen zusammen. Sie stützen sich dabei auf fachdidaktische sowie fachsystematische Eckpunkte und ermöglichen damit die Übersetzung in konkrete Bildungsziele. Die fachspezifischen Kompetenzmodelle bilden ein systematisches Gefüge von inhaltlich-strukturell vernetzten Kompetenzbereichen, das die zu erwerbenden Fähigkeiten und Fertigkeiten beschreibt. Die Kompetenzbereiche finden sich in (fast) allen Schulstufen wieder und brechen das Kompetenzmodell auf alle Schulstufen herunter.

Kompetenzbeschreibungen und Anwendungsbereiche, Lehrstoff

Für jeden Kompetenzbereich der einzelnen Unterrichtsgegenstände wurden für jede Schulstufe Kompetenzbeschreibungen formuliert. Sie geben Auskunft darüber, welche Kompetenzen alle Schülerinnen und Schüler am Ende eines Unterrichtsjahres erworben haben sollen. Die Anwendungsbereiche (Lehrstoff) sind repräsentative thematische und/oder handlungsorientierte Bereiche aus verschiedensten fachspezifischen Feldern und lassen eine spätere Konkretisierung zu. Sie bilden keine isolierten Inhalte ab, sondern haben repräsentativen fachlichen Charakter. Mit ihrer Hilfe sollen die Schülerinnen und Schüler fachspezifische Kompetenzen erwerben. Sie bieten die Möglichkeit, mit verschiedenen konkreten Inhalten verknüpft zu werden, und können somit auf unterschiedliche individuelle Interessen der Schülerinnen und Schüler abgestimmt werden. Die in den Fachlehrplänen ausgewiesenen Anwendungsbereiche sind verpflichtend im Unterricht zu behandeln.

Weiterführende Materialien und Downloads:
Die Lehrpläne für die einzelnen Unterrichtsgegenstände werden demnächst verordnet und sind künftig hier abrufbar.

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